Ein Teil der Masterthesis widmet sich der Analyse von Studien der letzten 5 Jahre zum Thema Ausbau der Erneuerbaren in Deutschland, Senkung des Stromverbrauchs (Stromeffizienz), verbleibender Kraftwerkspark und angenommene Preisentwicklungen der Strom- und Rohstoffpreise.
Der Stromverbrauch wird in allen untersuchten Studien als fallend betrachtet. Dabei existiert ein Delta zwischen 5,9 % bis 13,3 % im Jahr 2020 gegenüber 2005. Die große Brandbreite wird verursacht durch Annahmen des verwendeten Kraftwerkspark und den prognostizierten Rohstoffbeschaffungspreise. Diese beiden Faktoren sind maßgeblich für die Strompreisentstehung wichtig. Bei niedrigen Strompreisen ergibt sich für die Verbraucher nur ein geringer Anreiz zur Stromeffizienz (Geräte mit weniger Stromverbrauch, teilweise Verzicht auf stromgeführte Geräte, usw.) wohingegen stark steigende Strompreise eher zu einer größeren Anwendung der Stromeffizienz führen dürfte. Einige Studien lehnen ihre Aussagen zur Senkung des Stromverbrauchs an politische Entscheidungen ("Endenergieeffizienz und Energiedienstleistungsrichtlinie" der Europäischen Union).
Innerhalb der Masterthesis wird davon ausgegangen, dass bis zum Jahr 2020 eine Senkung des Stromverbrauchs um mindestens 13,5 % gegenüber dem Referenzjahr 2005 erfolgt. Bei einer Fortschreibung dieser Kurve würde sich im Jahr 2025 eine Stromverbrauch ergeben, der ca. 18 % unterhalb des Wertes von 2005 liegt. Zusätzlich kommt es durch eine stärkere dezentrale regenerative Einspeisung zu geringeren Transportverlusten als bei der heutigen zentralen Einspeisung der konventionellen Kraftwerke. Daher wird in den Simulationen davon ausgegangen, dass es zu einer Verringerung des Stromverbrauchs um 20 % im Jahr 2025 gegenüber dem Referenzjahr 2005 in Deutschland kommt.







